Sicherlich kennen Sie Peter Zwegat, den Schuldenexperten mit seiner Sendung „Raus aus den Schulden“? Ich muss zugeben, dass ich ab und zu diese Sendung verfolge und jedes Mal schockiert aber auch (zugegebenermaßen) fasziniert von den Lebensgeschichten der Betroffenen bin. Unabhängig davon, dass die Hälfte wahrscheinlich nur erfunden ist bzw. aufgepuscht wird, zeigt uns die Sendung, dass immer noch genug Deutsche nicht in der Lage sind, richtig zu wirtschaften. Wobei ich mir hier die Frage stelle:

Können sie nicht oder wollen sie nicht?
Laut Zwegat sollen 2009 rund 6 Millionen Deutsche über 18 Jahren überschuldet sein. Überschuldet sein bedeutet, dass Schulden mit dem verfügbaren Einkommen ohne Verlust der Grundversorgung nicht abgebaut werden können. Wobei die Menschen bei Zwegat meiner Meinung nach eine merkwürdige Definition von Grundversorgung haben.

Was ist für Sie die Grundversorgung?
Gehört ein (teures) Auto zur Grundversorgung? Oder der teure Flachbildschirm für das Wohnzimmer? Ich denke nicht. Wenn Herr Zwegat die Einkommen und Ausgaben (die Schulden lassen wir mal außen vor) übersichtlich auf dem Flipchart darstellt, denke ich mir immer: Das ist doch offensichtlich! Muss ich denn jeden Monat für 100 Euro telefonieren und zusätzlich noch für jedes Mitglied der Familie einen Handyvertrag abschließen? Reicht nicht ein Auto (wenn überhaupt notwendig)?  Und was ist mit dem Zigarettenkonsum?

Wie denken Sie darüber? Wie ist Ihre Definition der Grundversorgung?

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