Ein neuer Rekord für den Kunstmarkt wurde im Mai dieses Jahres gebrochen. Das Gemälde “Nu au plateau de sculpteur” (“Nackte, Grüne Blätter und Büste”) von Pablo Picasso wurde für mehr als 106,4 Millionen Dollar bei einer Auktion versteigert und ist derzeit das Teuerste der Welt.

Versteigerungen in London und New York zeigen, dass Werke, die noch vor wenigen Jahren preiswert zu kaufen waren, heute bereits im Preis gestiegen sind. Der Kunstmarkt boomt und viele Investoren wollen daran teilnehmen.

Früher sammelten die Menschen Kunst aus Leidenschaft, sie konnten sich für das Bild begeistern und wussten die Objekte zu schätzen. Für sie war der Faktor Rendite nebensächlich. Heute wird in Kunst investiert wie in Immobilien oder in Aktien. Es scheint, dass Kunst zu einer beliebten Anlageklasse geworden ist.

Für mich ist der Kunstkauf eine Investition fürs Leben, und das nicht nur aus Renditesicht. Bevor man Kunst kauft, sollte man sich damit gründlich auseinandersetzen, damit man später nicht feststellt, dass man die „Katze im Sack“ gekauft hat. Nach der Kaufentscheidung kann man sich dann entspannt zurücklehnen und sich daran erfreuen. 

Mein Fazit: Kunst sollte immer aus Liebe zum Objekt gekauft werden und nicht nur aus Renditeerwartung.  Dann kann es später auch kein böses Erwachen geben. Und außerdem: Wenn die Investition nicht erfolgreich ist, dann hat man wenigstens noch ein schönes Bild an der Wand hängen – oder wie sehen Sie das?

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